
Wie man seine IR-Heizwände richtig einsetzt
Wenn man Heizwände für Dinge wie Bremsscheiben oder Autolacke baut, liegt das eigentliche Problem nicht darin, Wärme zu erzeugen – sondern darin, diese Wärme dorthin zu leiten, wo sie wirklich benötigt wird.
Wenn man die Infrarotlampen einfach in einem gleichmäßigen Muster anordnet, bringt man sich nur Probleme ein. Die Teile haben schließlich unterschiedliche Größen und Gewichte. Einige sind dick, andere dünn. Das führt zu kühlen Stellen, ungleichmäßiger Trocknung sowie zu vielen beschädigten Teilen, was wiederum Kosten verursacht.
Der Trick mit der vertikalen Anordnung
Ich habe festgestellt, dass ein „Einheitsmaß“-Prinzip einfach nicht funktioniert. Wenn man verschiedene Fahrzeugmodelle bearbeitet, muss man auf die thermische Masse der Teile achten. Eine schwere Bremsscheibe ist im Vergleich zu einem kleineren Chassisteil wie eine „Wärmespeicher“.
Das Geheimnis besteht darin, die Lampen dort zu platzieren, wo sich der größte Teil des Teils befindet.
Und denken Sie daran: Die Entfernung ist entscheidend. Wenn ein Teil nur 100 mm weiter von der Wand entfernt ist, nimmt die Wärme stark ab. Um das zu vermeiden, teilt man die Wand in separate Bereiche auf. So kann man bei flacheren Teilen einfach die Stromzufuhr für die oberen Reihen abschalten. Dadurch wird verhindert, dass die Oberfläche verbrennt, während der Kern noch trocknet.
Die Nachteile von Infrarotlampen
Wir verwenden meist Kurzwellen-Infrarotlampen, denn sie können schnell in das Material eindringen. Quarzröhren mit hohem Leistungswert sind gut geeignet, um die Abmessungen klein zu halten – doch sie haben auch ihre Nachteile.
Sie werden sehr heiß. Sehr heiß.
Wenn man 2500 Watt in eine kurze Röhre steckt, werden die Endkappen stark belastet. Man muss sicherstellen, dass die Belüftung richtig funktioniert. Wenn man die Wärme vom Kabel und den Anschlüssen nicht entfernen kann, beginnen die Teile zu schmelzen und zu verbrennen.
Einstellungen für eine langfristige Nutzung
Ich verbinde diese Systeme immer mit separaten PID-Reglern für jeden vertikalen Bereich. Das ist wirklich hilfreich – so kann man das Wärmeprofil je nach Produktanforderung anpassen, ohne das gesamte System auseinandernehmen zu müssen.
Noch ein Tipp: Passt die Länge der Lampen an die Breite des Transportbands an. Es sollten keine Lücken entstehen. Wenn die Lampen zu kurz sind, werden die Ränder der Teile nicht richtig trocknen.
Stellen Sie die Abstände von Anfang an richtig ein. Andernfalls werden Sie die nächsten Monate damit verbringen, mit ungleichmäßiger Trocknung zu kämpfen – und sich fragen, warum Ihre Teile verformen.